Du führst ein kleines Unternehmen in Österreich und willst wissen, was eine Website kostet? Die ehrliche Antwort: Es hängt vom Modell ab, und der Preis für die Erstellung ist nur ein Teil. Beim Baukasten zahlst du wenig Geld, aber viel eigene Zeit. Bei Agentur oder Freelancer zahlst du einmal einen größeren Betrag und Wartung meist extra. Beim Website-Abo zahlst du monatlich, dafür sind Hosting und Pflege oft dabei. In jedem Modell kommen Kosten dazu, die gern vergessen werden: Domain, Hosting, Updates, Änderungen und die Rechtstexte, die das E-Commerce-Gesetz verlangt. Auf dieser Seite siehst du, aus welchen Bausteinen sich der Preis zusammensetzt, wie sich die drei Modelle unterscheiden und was den Preis nach oben treibt. Dazu bekommst du eine Checkliste, mit der du Angebote vergleichen kannst, einen Hinweis zur Steuer und die wichtigste Frage vor der Unterschrift: Wem gehört die Website, wenn du kündigst? Alle Fremdpreise sind mit Quelle und Datum angegeben.
Website-Kosten in Österreich: Womit du wirklich rechnen musst

Woraus sich die Kosten einer Website zusammensetzen
Der Preis auf einem Angebot ist selten der ganze Preis. Eine Website besteht aus mehreren Bausteinen, die du entweder einmal oder laufend bezahlst. Manche stecken in einem Paket, andere kommen extra dazu. Wer Angebote vergleichen will, muss deshalb zuerst wissen, welche Bausteine es überhaupt gibt.
Einmalig fallen vor allem Konzept, Design und Umsetzung an, dazu die Texte und Fotos. Laufend zahlst du für Domain, Hosting, Updates und Änderungen. Ein Impressum nach § 5 ECG brauchst du in jedem Modell, eine Datenschutzerklärung nach der DSGVO, sobald die Website personenbezogene Daten verarbeitet, etwa über ein Kontaktformular.
- Einrichtung und Design: Struktur, Seitenaufbau, Layout, Umsetzung im System.
- Inhalte: Texte, Fotos, Logo, Preislisten. Oft der größte Zeitfresser, auch wenn du sie selbst lieferst.
- Domain: deine Adresse, zum Beispiel deinbetrieb.at. Für .at verwaltet nic.at die Registrierungen.
- Hosting: der Server, auf dem die Website läuft, inklusive Speicher und Datenverkehr.
- SSL-Zertifikat: sorgt für https. Über Let's Encrypt kostenlos erhältlich.
- Wartung und Updates: Sicherheitsupdates, Backups, Kontrolle, ob alles funktioniert.
- Rechtstexte: Impressum nach § 5 ECG, Datenschutzerklärung, gegebenenfalls Cookie-Hinweis.
- Änderungen: neue Öffnungszeiten, neue Leistungen, neue Fotos, im Lauf der Jahre immer wieder.
Die drei gängigen Modelle im Vergleich
Für kleine Betriebe gibt es im Wesentlichen drei Wege zur Website. Keiner ist für alle der richtige. Entscheidend ist, wie viel Zeit du selbst investieren willst, wie viel Geld du auf einmal ausgeben kannst und wer sich später um Änderungen kümmert.
Beim Baukasten wie Wix, Jimdo oder Squarespace zahlst du eine Plattformgebühr und baust selbst. Squarespace verlangt laut eigener Preisseite im Tarif Basic 12 € pro Monat bei jährlicher Zahlung und 17 € bei monatlicher Zahlung, jeweils exklusive Mehrwertsteuer (Stand 14. Oktober 2026). Die Arbeit für Texte, Fotos und Aufbau machst du selbst. Bei Agentur oder Freelancer zahlst du die Erstellung einmalig und Hosting und Wartung meist getrennt. Beim Website-Abo zahlst du einen Monatsbetrag, in dem Erstellung, Hosting und Pflege gebündelt sind.
| Modell | Was du bezahlst | Vorteile | Nachteile |
|---|---|---|---|
| Baukasten selbst gemacht | Monatliche oder jährliche Plattformgebühr, dazu deine eigene Arbeitszeit | Niedrige Einstiegskosten, sofort startklar, du änderst alles selbst | Viel eigene Zeit, Ergebnis hängt von deinem Können ab, Website lässt sich meist nicht zu einem anderen Anbieter mitnehmen |
| Agentur oder Freelancer, einmalig | Einmaliger Betrag für die Erstellung, Hosting und Wartung meist extra | Individuelles Ergebnis; wem die Website gehört, regelt der Vertrag; freie Wahl des Hostings, wenn vereinbart | Hohe Anfangsinvestition, Änderungen kosten oft extra, Wartung wird gern vergessen |
| Website-Abo, monatlich | Fixer Monatsbetrag für Erstellung, Hosting und Pflege | Planbare Kosten, kein großer Betrag am Anfang, Updates und Änderungen sind geregelt | Über viele Jahre kann es mehr kosten, Eigentum und Kündigung musst du im Vertrag genau prüfen |
Laufende Kosten, die oft vergessen werden
Viele Betriebe rechnen nur mit dem Betrag für die Erstellung. Eine Website verursacht aber Jahr für Jahr Kosten, auch wenn niemand etwas daran ändert. Wer das nicht einplant, kann nach ein, zwei Jahren eine veraltete oder unsichere Seite haben.
Ein Beispiel ist die Domain. Eine .at-Domain läuft nicht von selbst aus. Laut nic.at ist sie ein Dauerschuldverhältnis, das so lange besteht, bis du es kündigst. Direkt bei nic.at kostet sie ab dem zweiten Jahr 34 € pro Jahr ohne USt. Registrare verrechnen eigene Preise, die laut nic.at in der Regel niedriger sind. Bei Baukästen ist die Domain oft nur im ersten Jahr gratis: Squarespace verlängert die im Jahresabo gratis registrierte Domain nach dem ersten Jahr zum Standardpreis zuzüglich Steuern.
- Domain-Verlängerung jedes Jahr, auch wenn sie im ersten Jahr gratis war.
- Hosting und Backups, falls nicht im Paket enthalten.
- Sicherheitsupdates für das System und für Plugins.
- E-Mail-Postfächer mit deiner Domain, oft ein eigener Posten.
- Anpassung der Rechtstexte, wenn du neue Tools wie Buchung oder Analyse einbaust.
- Kleine Änderungen über das Jahr: Preise, Team, Öffnungszeiten, Fotos.
- Deine eigene Zeit, wenn du die Pflege selbst übernimmst.
Was den Preis nach oben treibt
Eine einfache Visitenkarten-Website mit wenigen Seiten ist überschaubar. Teurer wird es durch Funktionen, die Daten verarbeiten oder an andere Systeme angebunden sind. Jede solche Funktion bringt Aufwand bei der Einrichtung, bei den Rechtstexten und bei der Wartung.
- Anzahl der Seiten und Unterseiten, etwa eine eigene Seite pro Leistung.
- Texte und Fotos, die erst erstellt werden müssen.
- Online-Terminbuchung, Gutscheinverkauf oder Shop.
- Mehrere Sprachen.
- Anbindung an bestehende Programme, etwa Kassensystem oder Kalender.
- Individuelles Design statt Vorlage.
- Kurze Fristen.

Angebote vergleichen: Checkliste
Zwei Angebote mit ähnlichem Betrag können sehr Unterschiedliches enthalten. Lass dir schriftlich bestätigen, was im Preis steckt und was extra kostet. Die folgenden Fragen helfen dir, Angebote vergleichbar zu machen.
- Ist der Preis netto oder brutto angegeben?
- Wie viele Seiten sind enthalten und wer liefert Texte und Fotos?
- Sind Domain, Hosting, SSL und E-Mail enthalten oder kommen sie dazu?
- Wer macht Updates und Backups und wie oft?
- Wie viele Änderungen pro Monat oder Jahr sind inklusive?
- Sind Impressum und Datenschutzerklärung enthalten, und wer hält sie aktuell?
- Auf wen ist die Domain registriert? Am besten auf dich als Inhaber:in.
- Wie lange ist die Mindestlaufzeit, und was passiert bei Kündigung mit Domain, Inhalten und Design?
Steuer: Website als Betriebsausgabe
Nach § 4 Abs. 4 EStG sind Betriebsausgaben die Aufwendungen oder Ausgaben, die durch den Betrieb veranlasst sind. Eine Website für deinen Betrieb fällt darunter. Wie du die Kosten genau ansetzt, etwa auf einmal oder verteilt über mehrere Jahre, klärst du mit deiner Steuerberatung.
Wichtig ist die Umsatzsteuer. Bist du Kleinunternehmer:in, gilt seit 1. Jänner 2025 eine Umsatzgrenze von 55.000 € brutto. Laut Unternehmensserviceportal steht dir dann kein Vorsteuerabzug zu. Für dich zählt also der Bruttopreis inklusive USt. Bist du vorsteuerabzugsberechtigt, ist für dich der Nettopreis entscheidend. Achte deshalb bei jedem Angebot darauf, ob netto oder brutto angegeben ist.
Wem gehört die Website, und was passiert bei Kündigung?
Das ist die Frage, die am häufigsten zu spät gestellt wird. Bei Baukästen läuft die Website auf der Technik des Anbieters. Wix schreibt in seiner Hilfe, dass eine Wix-Website auf den Servern von Wix gehostet und betrieben werden muss und nicht extern gehostet werden kann. Squarespace bietet einen Export an, der aber nur bestimmte Seitentypen und Inhalte umfasst. Wenn du kündigst, behältst du also meist nur deine Texte und Bilder, nicht die fertige Website.
Bei Agentur und Abo regelt der Vertrag, was dir gehört. Prüfe vor der Unterschrift drei Punkte: Wer ist Inhaber:in der Domain? Bekommst du bei Kündigung die Inhalte und, wenn vereinbart, die Website-Dateien? Und gibt der Anbieter den Code für den Domain-Umzug heraus? Bei .at-Domains muss der bisherige Registrar laut nic.at die Authinfo herausgeben, selbst wenn noch Rechnungen offen sind.
Zum Vergleich: die Weblux-Pakete
| Paket | Einmalig | Monatlich | Umfang |
|---|---|---|---|
| Auftritt | 290 € | 29 € | Website bis 5 Seiten, Domain, Hosting, Updates und Sicherheit |
| Kundenmagnet | 490 € | 49 € | Auftritt plus Online-Terminbuchung oder Blog |
| Kundenmaschine | 590 € | 59 € | Auftritt plus Online-Terminbuchung und Blog |
Alle Preise netto, zzgl. USt., monatlich kündbar. Ich arbeite ausschließlich für Unternehmen.
Typische Fehler
- Nur den Erstellungspreis vergleichen und laufende Kosten für Domain, Hosting, Updates und Änderungen über drei bis fünf Jahre nicht dazurechnen.
- Die Domain auf die Agentur oder den Baukasten-Anbieter registrieren lassen statt auf dich selbst. Beim Wechsel wird es dann mühsam.
- Netto- und Bruttopreise vermischen. Als Kleinunternehmer:in ohne Vorsteuerabzug zahlst du den vollen Bruttopreis.
- Die Zeit für Texte und Fotos unterschätzen. Beim Baukasten bleibt die ganze Arbeit bei dir.
- Annehmen, dass ein Baukasten sich später einfach zu einem anderen Anbieter umziehen lässt. Meist geht das nicht.
- Impressum und Datenschutzerklärung als Nebensache behandeln, obwohl § 5 ECG das Impressum und die DSGVO die Datenschutzinformation verlangen.
So macht's Weblux
Weblux baut Websites für kleine Betriebe im Abo: Website, Domain, Hosting, Updates und Sicherheit stecken im Abo, dazu kommt einmalig die Setup-Gebühr. Was die einzelnen Pakete enthalten und kosten, siehst du in der Tabelle auf dieser Seite. Beim Bestellen im Kundenportal gibst du an, ob du schon eine Domain hast oder eine neue brauchst; registriert wird sie immer auf deinen Namen. Kündigst du, bleibt die Domain auf dich registriert und du bekommst den Übertragungscode von uns.
Häufige Fragen
Was kostet eine .at-Domain?
Direkt bei nic.at kostet die Neuregistrierung 68 € inklusive erstem Jahr, danach 34 € pro Jahr, jeweils zzgl. USt. (Stand 14. Oktober 2026). Die meisten Betriebe registrieren über einen Registrar oder Provider. Diese verrechnen eigene Preise, die laut nic.at in der Regel niedriger sind. Eine .at-Domain läuft so lange, bis du sie kündigst.
Ist ein Baukasten wie Wix oder Jimdo günstiger als eine Agentur?
In Geld gerechnet meist ja, weil du nur die Plattformgebühr zahlst. Die Arbeit für Aufbau, Texte und Fotos machst du aber selbst. Außerdem bist du an den Anbieter gebunden. Wix schreibt in seiner Hilfe, dass eine Wix-Website nur auf den Servern von Wix laufen kann. Rechne deine eigene Zeit mit ein, bevor du vergleichst.
Kann ich eine Website monatlich zahlen?
Ja. Baukästen verrechnen monatlich oder jährlich, bei Jahreszahlung meist günstiger. Auch viele Agenturen bieten Website-Abos an, bei denen Erstellung, Hosting und Pflege in einem Monatsbetrag stecken. Prüfe bei jedem Abo die Mindestlaufzeit, was bei Kündigung mit Domain und Inhalten passiert und ob der Preis netto oder brutto angegeben ist.
Kann ich die Website-Kosten von der Steuer absetzen?
Eine Website für deinen Betrieb ist betrieblich veranlasst und damit eine Betriebsausgabe nach § 4 Abs. 4 EStG. Wie du sie genau ansetzt, klärst du mit deiner Steuerberatung. Bist du Kleinunternehmer:in, hast du laut Unternehmensserviceportal keinen Vorsteuerabzug. Für dich zählt also der Bruttopreis.
Wem gehört die Website, wenn ich kündige?
Das regelt dein Vertrag. Beim Baukasten nimmst du meist nur Texte und Bilder mit, weil die Website an die Technik des Anbieters gebunden ist. Bei Agentur oder Abo solltest du vorher schriftlich klären, ob du Inhalte und Dateien bekommst und auf wen die Domain registriert ist. Die Domain sollte immer auf dich laufen.
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Jetzt unverbindlich anfragenQuellen
- nic.at FAQ für Domain-Einsteiger (Preise, Registrar, Laufzeit) (abgerufen am 14. Oktober 2026)
- nic.at FAQ Domain-Inhaber (Preise, Kündigung) (abgerufen am 14. Oktober 2026)
- nic.at Domain-Inhaber: Authinfo beim Registrarwechsel (abgerufen am 14. Oktober 2026)
- Squarespace Preisseite (Tarife, MwSt.-Hinweis, Gratis-Domain) (abgerufen am 14. Oktober 2026)
- Wix Hilfe: Exporting or Embedding Your Wix Site Elsewhere (abgerufen am 14. Oktober 2026)
- Squarespace Hilfe: Exporting your site (abgerufen am 14. Oktober 2026)
- Let's Encrypt: Über uns (abgerufen am 14. Oktober 2026)
- § 5 ECG Allgemeine Informationspflichten (RIS) (abgerufen am 14. Oktober 2026)
- § 4 EStG 1988 Betriebsausgaben (RIS) (abgerufen am 14. Oktober 2026)
- USP: Kleinunternehmen (Regelung seit 1. Jänner 2025) (abgerufen am 14. Oktober 2026)
Zuletzt geprüft am 14. Oktober 2026.